Angerlo – Haus Bingerden
M32
Angerlo
970

Angerlo – Haus Bingerden

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Das stattliche Haus Bingerden ist ein gutes Beispiel für ein adliges Wohnhaus aus dem Mittelalter, dessen Geschichte mehr als 1000 Jahre zurückreicht.

Hamaland
Im Jahre 970 taucht Bingerden erstmals in den Archiven auf. Damals stand hier ein befestigter Bauernhof, umgeben von einem Graben. Bingerden gehörte zur Grafschaft Hamaland. Graf Wichmann gründete das Kloster auf dem Eltenberg und schenkte ihm einen großen Teil seiner Besitztümer, darunter auch Bingerden.

Pabst
Nach dem Tod Adelas ging Hamaland – und somit auch Bingerden – in den Besitz des Erzbischofs von Köln über. An der Stelle des befestigten Bauernhofs erstand ein Steinhaus, das später noch um- und ausgebaut wurde. 1662 wurde es an Hermann Pabst verkauft, einen entfernten Vorfahren der momentanen Eigentümerin. Die neuen Besitzer waren hohe Verwaltungsbeamte in der brandenburgisch-preußischen Verwaltung in Kleve.

Gärten
Ihre Nachkommen wurden allmählich immer niederländischer und hatten leitende Funktionen in der Republik inne. Johan Maurits van Pabst war beispielsweise Stadtdirektor von Amsterdam, eine der höchsten amtlichen Funktionen in der Hauptstadt. Er ließ die Frontgiebel von Haus Bingerden erneuern und erteilte 1791 dem deutschen Landschaftsarchitekten J.P. Posth den Auftrag, Gärten im englischen Landschaftsstil anzulegen. In der Umgebung des Hauses ist diese Anlage immer noch zu erkennen.

Zweiter Weltkrieg
Leider konnte auch Bingerden der Gewalt des Zweiten Weltkriegs nicht entrinnen. Im April 1945 wurde das Haus von abziehenden deutschen Truppen in Brand gesteckt. Das Haus wurde 1958 in bescheidenerem Umfang wiederaufgebaut. Die Gärten von Bingerden sind unterdessen berühmt geworden – dank der jährlich im Juni stattfindenden Internationalen Pflanzenzuchttage. Das Haus und die Gärten befinden sich übrigens noch immer in Privatbesitz und sind für Besucher nicht geöffnet.

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