Apeldoorn – Woeste Hoeve
L61
Beekbergen
1945

Apeldoorn – Woeste Hoeve

Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
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Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve
Apeldoorn – Woeste Hoeve

Der Weiler Woeste Hoeve war im März 1945 Schauplatz eines blutigen Dramas: Der höchste niederländische SS-Offizier Hanns Rauter wurde hier bei einem zufälligen Attentat schwer verletzt. Seine Rache war grausam: In den ganzen Niederlanden wurden 300 Gefangene hingerichtet, 117 davon bei Woeste Hoeve. Es war die umfangreichste Massenhinrichtung in den niederländischen Kriegsjahren.

Attentat
Das Bizarre an dem Attentat auf Rauter ist, dass es so überhaupt nicht beabsichtigt war. Widerstandskämpfer aus Apeldoorn benötigten einen deutschen Lastwagen, um damit einen deutschen Fleischtransport abfangen zu können. Aber als sie in der Nacht vom 6. auf den 7. März 1945 bei Woeste Hoeve aus ihrem Hinterhalt kamen, sahen sie plötzlich einen graugrünen Pkw. Ein Feuergefecht entbrannte, bei dem alle Insassen des Autos getötet wurden – bis auf einen Mann. Im Dunkeln hatten die Widerstandskämpfer nicht gesehen, dass es Rauter war, und auch nicht, dass er noch lebte.

Attentat auf Rauter
Rauter wurde kurze Zeit später gefunden und ins Krankhaus gebracht. Da er von einem Anschlag auf sein Leben ausging, gab er sofort den Befehl zur schlimmstmöglichen Vergeltungsmaßnahme: der standrechtlichen Erschießung von 300 „Todeskandidaten“, Gefangenen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zum Tode verurteilt worden waren. Die Hinrichtungen wurden an verschiedenen Orten vollstreckt, 117 bei Woeste Hoeve. Die Gefangenen wurden jeweils zu zwanzig Mann aus Apeldoorn auf einen Anhänger geladen und nach Woeste Hoeve gefahren, wo das fünfzig Mann zählende Exekutionskommando bereitstand. Nach jeweils fünf Minuten wurden die nächsten zwanzig Männer gebracht.

Mahnmal De Woeste Hoeve
Die Leichen wurden von den Deutschen an den Rand der Hauptstraße gelegt. Später wurden sie in einem Massengrab auf dem Friedhof Heidehof in Ugchelen verscharrt. Nach der Befreiung von Apeldoorn wurde das Massengrab geöffnet und die Leichname so gut wie möglich identifiziert. Einige Opfer wurden wieder auf dem Heidehof am „Woeste Hoevelaantje“ begraben, andere liegen auf dem Ehrenfriedhof Loenen. Bei Woeste Hoeve selbst steht ein Mahnmal zur Erinnerung. 

Apeldoorn – Woeste Hoeve
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l-61-woeste-hoeve-19062013
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