Arnhem – Bezirksbunker Mini-Notfallnetz
K10
Arnhem
1976

Arnhem – Bezirksbunker Mini-Notfallnetz

Arnhem – Bezirksbunker Mini-Notfallnetz
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Im Kalten Krieg bereitete man sich auf das Schlimmste vor. Eine der Sorgen bei einem möglichen Atomkrieg war der Ausfall der normalen Kommunikation. Deshalb wurde im Verborgenen an gesicherten Telefonverbindungen gearbeitet. So legte man ein spezielles Notfallnetz mit geschützten Telefonzentralen wie in diesem Bezirksbunker an – mitten in dem Arnheimer Stadtteil Klarendal.

Mini-Notfallnetz
Im Kalten Krieg mussten nicht nur militärische Maßnahmen getroffen werden. Auch der wichtigste Teil der zivilen Kommunikationskanäle wurde geschützt. Das damals noch staatliche Telekommunikationsunternehmen PTT war für das Telefonnetz in den Niederlanden zuständig und entwickelte ein spezielles Mini-Notfallnetz. In Kriegszeiten hätte die PTT das normale Netz abgeschaltet und das geschützte Notfallnetz in Betrieb genommen. Das Netz wurde von 23 Bezirkszentralen überwacht. Diese Zentralen waren so angeordnet, dass beim Ausfall einer Zentrale die anderen deren Funktion übernehmen konnten.

ABC-Kriegsführung
Gegen eine Kriegsführung mit biologischen, chemischen und atomaren Waffen waren nur besonders geschützte Bunker wirksam, die komplett von der Außenwelt abgeschottet werden konnten. Die PTT errichtete deshalb für ihre Bezirkszentralen sogenannte nuklear-chemisch gesicherte Unterkünfte, in denen 25 Personen bis zu 14 Tage überleben konnten. Diese „NCOs“ besaßen eine Fläche von 25 mal 25 Meter und verbargen sich in unterirdischen Bunkern aus Spezialbeton. Die Bezirksbunker und das Mini-Notfallnetz waren auch gegen die berüchtigten elektromagnetischen Impulse geschützt, die bei Atomexplosionen freigesetzt werden und sämtliche elektrischen Geräte und Anlagen außer Gefecht setzen.

„De Leuke Linde“
Auf dem Spielplatz „De Leuke Linde“ mitten in der Siedlung Klarendal steht seit 1976 ein fröhlich bemaltes Betongebäude mit einer Freilichtbühne. Dabei handelt es sich um den überirdischen Teil des Bezirksbunkers des Mini-Notfallnetzes. Der Bunker beherbergt eine Kantine mit einer Hausbar, Schlafplätze, ein Nothospital und Notstromaggregate.  Die PTT-Bunker zählten zu den komfortabelsten Atomschutzräumen der Niederlande. Falls nichts mehr funktionierte, konnte das Personal mithilfe spezieller Hometrainer für den Luftaustausch sorgen. Das Mini-Notfallnetz und die Zentrale in dem Bezirksbunker sind noch immer in Betrieb. Ab und zu gibt es einen Tag der offenen Tür. 

Arnhem – Bezirksbunker Mini-Notfallnetz
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k-10-districtsbunker-ptt-arnhem-16062013
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