Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
W12
Beesd
1840

Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt

Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt

Jahrhundertelang dämmte der mittelalterliche Querdeich von Mariënwaerdt das Wasser des Bisschopsgraaf in Culemborg. Im 19. Jahrhundert diente dieser Querdeich auch als Damm in westlicher Richtung. Das Bassin der Culemborgerwaard wurde damit Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie, der neuen holländischen Verteidigungslinie. Sowohl das Inundierungsgebiet als auch der Mariënwaerdt-Polder konnten geflutet werden. Sie bildeten die östlichste (feste) Inundierungsgrenze der Wasserlinie. Es ist sehr lohnenswert, sich diesen imposanten Querdeich einmal anzusehen, der kürzlich sogar noch einmal erhöht wurde, um das Wasser der Bischopsgraaf besser speichern zu können.

Der Leidijkje (ein Seitendeich)
Im Mittelalter wurde dieser kleine Deich als Querdeich zum Mariënwaerdt-Polder gebaut, vermutlich als Seitendeich, um das Wasser bei hohen Wasserständen der Linge über einen Überlaufgraben in die Bassins strömen zu lassen. Der älteste Teil des Deiches befindet sich im höher gelegenen Poldergebiet entlang der Linge.

Nach der Schließung des Deichgebietes zwischen den Flüssen Lek und Linge konnten auch die am tiefsten gelegenen Gebiete im Mariënwaerdt-Polder bebaut werden. Der Querdeich wurde zum neuen hinteren Deich des Polders hin verlängert und bildet seither die Entwässerungsgrenze des Nachbardorfes Tricht. Später wurde hier auch der Wasserlauf Bisschopsgraaf ausgehoben, über den das Wasser von Beusichem und Zoelmond beim Pumpwerk de Neust in die Linge geleitet werden konnte.

Waterlinie ‒ Inundierungslinie
Nachdem der Querdeich in westlicher Richtung eine Dammfunktion übernahm, wurde das Bassin der Culemborgerwaard Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie. Das Inundierungsgebiet konnte durch das Öffnen der Schleusen im Lekdijk bei ’t Spoel und Fort Everdingen sowie der Schleusen im Liniendeich bei Acquoy, Rhenoy und Beesd geflutet werden. Auch der Mariënwaerdt-Polder gehörte zum Inundierungsgebiet. Bei Bedarf wurde dieser mit Hilfe von Öffnungen im Querdeich des Dorfpolders Beesd, dem Beesdsche Zeedijk, unter Wasser gesetzt. Der rechtwinklig verlaufende Deich von Mariënwaerdt hielt dann das eindringende Wasser auf. 

Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
Beesd – Mittelalterlicher, quer verlaufender Deich von Mariënwaerdt
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