Duiven – Rittergut Magerhorst
B10
Duiven
1400

Duiven – Rittergut Magerhorst

Duiven – Rittergut Magerhorst
Duiven – Rittergut Magerhorst
Duiven – Rittergut Magerhorst
Duiven – Rittergut Magerhorst
Duiven – Rittergut Magerhorst
Duiven – Rittergut Magerhorst

Das ehemalige Rittergut Magerhorst in Duiven stammt aus dem beginnenden 15. Jahrhundert. Ein Rittergut (auf Niederländisch Havezate) war ursprünglich ein befestigtes Haus oder Gehöft. Heutzutage befindet sich der vollständig restaurierte Bauernhof Magerhorst in Privatbesitz. Der Treppenturm aus dem Mittelalter ist erhalten geblieben.

Burg
Um 1400 wird Magerhorst als Lehnsgut der Abtei von Elten erwähnt. Einem Gedenkstein an der Hausfassade zufolge wurde das Rittergut 1549 umgebaut. Aber sogar auf einem Druck von 1742 ist die ursprüngliche Burg noch deutlich zu erkennen. Der Innenhof war zwar mit einem Satteldach geschlossen worden, aber der Burggraben war noch intakt und die Ecktürme ließen die Größe des mittelalterlichen Gebäudes erkennen. Die Burg brannte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nieder und wurde als Bauernhof wieder aufgebaut. Heute zeugt nur noch der Zugangsturm vom ursprünglichen Verteidigungscharakter der Burg.

Maschikuli
Ein außergewöhnlicher Aspekt der mittelalterlichen Verteidigungskunst ist auf Gut Magerhorst jedoch erhalten geblieben. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Maschikuli, eine Wurf- oder Gussöffnung, durch die man Belagerer mit Steinkugeln bewerfen oder mit kochendem Öl begießen konnte. Das Wort Maschikuli ist vom französischen machicoulis abgeleitet, was sich wiederum aus den lateinischen Wörtern maccare (zerschmettern) und collum (Hals) zusammensetzt. Diese beiden Wörter geben die Bedeutung des Phänomens ziemlich genau wieder. In Friedenszeiten wurde ein Maschikuli häufig als Toilette benutzt.

Gespenster
Eine gelderländische Sage erzählt von einem heftigen Streit, der vor langer Zeit zwischen den Herren von Burg Magerhorst und Burg Ploen entbrannte. Eines schönen Tages beschlossen die beiden Herren, sich zu duellieren, und zwar an Heilig Abend Punkt Mitternacht. Obwohl der Pastor versuchte, den Kampf zu verhindern, starb der Herr von Burg Magerhorst noch vor Ort, während sein Rivale aus Ploen schwere Verletzungen davontrug. Kurze Zeit später ging Burg Ploen in Flammen auf. Bis heute stellt sich die Frage: Hat sich der Geist des Herrn von Magerhorst gerächt oder war es die Strafe Gottes für das Duell an einem heiligen Tag?

Duiven – Rittergut Magerhorst
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Havezate Magerhorst

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