Elburg – Festungsstadt Elburg
M72
Elburg
1396

Elburg – Festungsstadt Elburg

Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg

Die Festungsstadt Elburg hat eine ungewöhnliche Form. Im Gegensatz zu den meisten anderen mittelalterlichen Städten ist der Grundriss von Elburg nicht rund, sondern rechteckig. Das Straßensystem besteht ebenfalls aus geraden Linien und rechtwinkligen Kreuzungen. Selbst die Kirche steht nicht in der Mitte, sondern an der alten Stadtmauer am Rande der Stadt.

Mittelalterlich
Elburg strahlt auch heute noch eine mittelalterliche Atmosphäre aus. Das liegt vor allem an den schmalen Gassen, den alten Häusern und den grün bewachsenen Stadtwällen. Elburg ist jedoch nicht um ein zentrales Kirchengebäude herum entstanden wie die meisten mittelalterlichen Städte, sondern auf dem Reißbrett entworfen worden. Konkreter Anlass dafür waren die zweite Marcellus-Flut im Jahre 1362 und eine weitere große Überschwemmung fünf Jahre darauf. Dabei ertranken mehrere Hundert Menschen und Tiere und es wurden große Stücke Land weggespült. Wilhelm von Jülich, der Herzog von Geldern, entschied deshalb, die gesamte Stadt zu verlegen. 

Schachbrettmuster
Der geldrische Rentmeister, Arnoudt ten Boeckop, legte einen fortschrittlichen Entwurf vor. Er wollte Elburg nach dem rechteckigen Schachbrettmuster einer römischen Stadt anlegen. Im Jahre 1392 begann der Neubau, der für jene Zeit ein enormes Unterfangen darstellte. Wilhelm von Jülich kündigte 1396 an, dass er den Fortschritt des Baus inspizieren wolle. In aller Eile wurden alle verfügbaren Kräfte zusammengetrommelt, um das Projekt rechtzeitig abzuschließen. Als Wilhelm in jenem Herbst zu Besuch kam, war die neue Stadt fertig. Nur die Kirche stand noch außerhalb der Mauern, denn der Bischof hatte noch nicht seine Zustimmung zum Umzug erteilt. Das geschah erst ein Jahr später. Mitten in der Stadt war nun kein Platz mehr, sodass die Kirche bis heute in einer Ecke nahe der Stadtmauer steht.

Der Niedergang von Elburg
Die Zukunft Elburgs als Festungs- und Hansestadt erschien rosig. Aber keine 100 Jahre später verlor Elburg seine Handelsposition und musste sich notgedrungen wieder auf den Fischfang verlegen. Fünf Jahrhunderte später passte Elburg noch immer in die Stadtmauern von 1392. Die Moderne ist an diesem Ort vorbeigegangen. Und gerade das macht Elburg für die heutigen Besucher besonders attraktiv.

Elburg – Festungsstadt Elburg
Elburg – Festungsstadt Elburg
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