Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
B8
Lochem
1850

Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“

Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“

Die Berkel in der Region Achterhoek war früher ein gewundenes Flüsschen. Durch Kanalisierung ist der natürliche Flusslauf heute weitestgehend verschwunden. Aber rund um den Teepavillon „Staringkoepel“ bei Lochem sieht die Landschaft noch aus, als wäre die Zeit stehen geblieben. Hier fällt es leicht, sich vorzustellen, wie die Damen von Stand eine Tasse Tee tranken und dabei über die romantischen Berkel-Auen schauten.

Der Dichter Staring
Die Familie Staring ist ein Begriff in der Achterhoek und weit darüber hinaus. Bekanntestes Familienmitglied ist der Dichter Antoni Staring (1767–1840), der auf dem Landsitz <span style=text-decoration: underline“>De </span>Wildenborch in Vorden lebte. Er liebte das Leben auf dem Lande, wie aus vielen seiner Gedichte hervorgeht:<br />            Flieht nun die Städte, <br />           Die ihr Freude begehrt,   <br />           Flüchtet noch heute –<br />            Der Frühling regiert!</p> <p><strong>Constancia Staring<br /></strong>Seine Tochter Constancia (1819–1893) wohnte im Winter in Den Haag. Den Sommer hingegen verbrachte sie am liebsten in der ländlichen Achterhoek. Sie gelangte in den Besitz des alten Rittergutes ’t Draafsel und ließ das verfallene Hauptgebäude abreißen. Mit dem dabei gewonnenen Material baute sie 1850 am Rande eines Buchenwäldchens einen Teepavillon. Von diesem zweistöckigen Pavillon aus hatte man, ganz der romantischen Mode der Zeit entsprechend, einen weiten Ausblick über den gewundenen Flusslauf der Berkel. Im ersten Stock befand sich ein Salon, in dem Fräulein Staring mit ihren Freundinnen Tee trank. Mithilfe einer Glocke konnte Constancia ihr Personal auf dem etwas entfernt liegenden Bauernhof wissen lassen, dass sie Erfrischungen wünschte.</p> <p><strong>Fußgängerfähre über die Berkel<br /></strong>Im Laufe des 20. Jahrhunderts verfiel der Teepavillon. Es blieb wenig mehr als eine Ruine erhalten. 2004 beschloss die niederländische Stiftung für Naturdenkmäler das sechseckige Türmchen in altem Glanz wieder erstehen zu lassen. Seither ist der Pavillon der Familie Staring mit einer selbst bedienbaren Fußgängerfähre über die Berkel erreichbar. Im ersten Stock kann der Besucher sich im Salon ganz wie Fräulein Staring fühlen, die über die prachtvolle umliegende Natur blickt. Sogar die Glocke funktioniert noch. Nur Tee wird heute nicht mehr serviert.<em> </em></p>“

Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
Lochem – Der Teepavillon „Staringkoepel“
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B 8 Staringkoepel DEF NL
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