Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
I17
Nijkerk
1883

Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“

Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“

Der Arkemheense Polder ist einer der ältesten Polder in den Niederlanden. Hundert Jahre lang hat das Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“ für die Entwässerung dieses Polders gesorgt. Auch heute noch darf das mit Kohle befeuerte Dampfschöpfwerk bei extremen Wasserständen aushelfen. Es ist für die Öffentlichkeit zugänglich, im alten Kohlenlager wurde ein Besucherzentrum eingerichtet.

Anstieg des Meeresspiegels
Im Jahre 1356 verlieh Herzog Rainald III. von Geldern den Bewohnern des Arkemheense Polders das Recht, Deiche zu bauen. Dies war kein überflüssiger Luxus, denn durch den allmählichen Anstieg des Meeresspiegels geriet dieser Polder zunehmend unter Druck. Im Jahre 1825 wurde die gesamte Küste der Zuiderzee, von Amersfoort bis nach Friesland, von Deichbrüchen und Überschwemmungen heimgesucht. Erst dadurch, dass sich die Zuiderzee (eine große Meeresbucht) durch den Bau des Abschlussdeiches in das IJsselmeer (ein Binnengewässer) verwandelte, war die Gefahr der großen Überschwemmungen gebannt.

Entwässerung
Jahrhundertelang wurde der Wasserstand im Polder über Sperrschleusen geregelt, die bei Hochwasser in der Zuiderzee geschlossen wurden. Überschüssiges Wasser wurde über ein Siel abgeleitet. Dieses alte Entwässerungssystem bedurfte dringend der Verbesserung. Schon 1820 dachte man über eine Windmühle zur Entwässerung nach. Aber erst 1863 wurde die Mühle tatsächlich gebaut. Sie erhielt den Namen „Hertog Reijnout“ (Herzog Rainald) – nach dem Verleiher des Deichrechts aus dem 14. Jahrhundert.

Dampfmaschine
Zwanzig Jahre später, im Jahre 1883, ersetzte man die Windmühle durch ein Dampfschöpfwerk. Die alte Windmühle wurde zum Maschinistenhaus umgebaut. Die Dampfmaschine kam von der Firma Backer &amp Rueb aus Breda. Das Schöpfwerk verfügt über zwei Schöpfräder. Es kann ein 3.000 Hektar großes Gebiet entwässern. Das Dampfschöpfwerk hat genau 100 Jahre lang treue Dienste geleistet. 1983 wurde die Entwässerung von einem elektrischen Schöpfwerk übernommen. Nach einer Restaurierung ist das Dampfschöpfwerk für die Öffentlichkeit zugänglich. Etwa zwölf Tage im Jahr wird es unter Dampf gesetzt und ganz selten hilft es noch aus, wenn das elektrische Schöpfwerk die Arbeit allein nicht mehr schafft. 

Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“
Nijkerk – Dampfschöpfwerk „Hertog Reijnout“