Ooij – IJssellinie
K1
Ooij
1950

Ooij – IJssellinie

Ooij – IJssellinie
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Ooij – IJssellinie
Ooij – IJssellinie
Ooij – IJssellinie
Ooij – IJssellinie

Im Ooijpolder sind noch einige Zeugen der IJssellinie erhalten, die zwischen 1950 und 1955 während des Kalten Krieges angelegt wurde. Im Ernstfall hätte die Waal mit einem Damm geschlossen werden können, sodass nur noch ein kleiner Teil des Ooijpolders als Insel aus einer riesigen Wasserfläche herausgeragt hätte. Noch immer gibt es hier Überreste von „Panzerkasematten“, Kommandoposten und einem Notfall-Krankenhaus.

IJssellinie
Der Erfolg der IJssellinie hing vor allem von drei Dämmen in den Flüssen IJssel, Rhein und Waal ab. Mit ihnen hätte im Notfall die gesamte sogenannte Wasserlinie geflutet werden müssen. Aber die Dämme mussten auch vor möglichen Angriffen geschützt werden. Sowohl am Ufer der Ortschaft Bemmel, als auch hier im Ooijpolder wurden deshalb zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die streng geheim waren. Die Militäranlagen im Ooijpolder wurden auf dem Gelände der damaligen Ziegelei geschickt versteckt.

Insel
Auf der Rückseite der Ziegelei wurde ein zusätzlicher Deich errichtet, damit dieses Gebiet bei der geplanten Flutung trocken blieb. Der Deich und der Damm wurden durch etwa 20 Panzerkasematten (in Beton gegossene Panzer), Scheinwerfer sowie Bunker für Maschinengewehre und Flugabwehrgeschütze gesichert. Außerdem entstanden zwei Kommandoposten und eine Ambulanz. Die Gebäude waren von außen als Bauernscheunen getarnt, aber hinter den zwei Meter dicken Mauern waren mehrere Räume mit ausgetüftelter Technik versteckt. So gab es Lager, Räume für die Kommunikation, zum Schlafen und eine Telefonzentrale.

Krankenhaus
Das Notfall-Krankenhaus bot 36 Verwundeten Platz. Neben einem Strom- und Trinkwasseranschluss standen hier auch ein Stromaggregat, eine Wasserpumpe und eine Wasseraufbereitungsanlage zur Verfügung. Das Krankenhaus war sogar mit einem vollständig eingerichteten Operationssaal ausgestattet. Der Bau des Krankenhauses kostete umgerechnet 100.000 Euro, damals ein enormer Betrag. Das Krankenhaus und die Kommandoposten gibt es noch immer. Sie sind aber in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Die meisten anderen militärischen Einrichtungen sind verschwunden, und auch die Ziegelei wurde abgerissen. Dennoch gibt es genügend Überreste für eine spannende Entdeckungstour. 

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