Sinderen – Antoniuskapelle
M86
Sinderen
1150

Sinderen – Antoniuskapelle

Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle
Sinderen – Antoniuskapelle

Möglicherweise schon um 1150 bauten die Herren von Sinderen eine Burg und stifteten eine Kapelle. Etwa hundert Jahre später entstand das Dorf Sinderen. Die Kapelle wurde sowohl vom Burgherrn als auch von der Landbevölkerung genutzt. Die trutzige Burg ist inzwischen verschwunden, aber die zierliche Antoniuskapelle steht bis heute.

Verborgene Geschichte
Die Geschichte der Burg Sinderen liegt im Nebel. Es gibt kaum schriftliche Quellen und nur wenige, unzuverlässige Abbildungen. Das exakte Baujahr ist nicht bekannt, dasselbe gilt auch für die Antoniuskapelle. Das kleine Gotteshaus war eine Gebetskapelle für die Bewohner der Bauernschaften Groot-Breedenbroek und Sinderen. Die erste Kapelle, die aus Holz bestand, wurde 1660 vom Blitz getroffen und brannte ab. Zwei Jahre später baute man sie aus Ziegelsteinen als kleine Saalkirche mit Spitzbogenfenstern wieder auf. Auf dem Dach befindet sich seitdem eine Glocke in einem hölzernen Glockenstuhl.

Burg Sinderen
1875 wurde die Burg Sinderen verkauft und kurz darauf abgerissen. Das Abrissmaterial reichte für den Bau von fünf großen Bauernhäusern. Einen Teil des Burggrabens kann man bis heute am Kasteelweg erkennen. Auch die Fundamente der Burg sind noch vorhanden, liegen jedoch rund um den Bauernhof D’n Huusboer im Erdreich verborgen. Das Landgut Sinderen hatte einst mit etwa 250 Hektar eine stattliche Größe. Auch davon ist nicht viel übriggeblieben. Es wurde in elf Einzelparzellen aufgeteilt und verkauft.

Kapelle
Bis 1853 diente die Kapelle auch als Dorfschule. Zu diesem Zweck baute man an der Ostseite ein kleines Stück an. Manchmal hing hier sogar Tabak zum Trocknen. Im Laufe der Zeit wurden abwechselnd katholische und protestantische Gottesdienste in der Kapelle abgehalten. Ab 1770 begrub man die Angehörigen der adeligen Familie auf Burg Sinderen in einer eigenen Gruft unter der Kapelle. Später erfolgten die Beisetzungen auf dem Friedhof, der die Kapelle umgibt. Unlängst wurden die Gräber der Familie Ruebel restauriert. Der Dorffriedhof, der ein Stück entfernt lag, ist inzwischen wieder Weideland. Die Kapelle wird gegenwärtig von der Dorfgemeinschaft gepflegt, die sie für Feierlichkeiten benutzt. Und immer noch wird die Kapellenglocke geläutet, wenn in Sinderen jemand gestorben ist. 

Sinderen – Antoniuskapelle
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M86ANT~1
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