Tiel – Mittelalterliche Stadt
M52
Tiel
1339

Tiel – Mittelalterliche Stadt

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Tiel – Mittelalterliche Stadt

Tiel ist eine der ältesten Städte der Niederlande. Im 10. Jahrhundert war die Stadt sogar ein Handelszentrum von internationaler Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten verlor Tiel zwar stetig an Einfluss, blieb jedoch ein wichtiges Mitglied des internationalen Hanseverbundes. Viele denkmalgeschützte Gebäude in Tiel, beispielsweise die Martinskirche und das Wassertor, erinnern an diese Zeit.

Hansestadt
Bereits im 9. Jahrhundert erlebte Tiel seine erste Blütezeit, nachdem es die Handelsposition der nicht weit entfernten Stadt Dorestad übernommen hatte. Im Jahr 896 verlieh der Frankenkönig Zwentibold, ein Urenkel Karls des Großen, Tiel das Zollrecht. Im 10. und 11. Jahrhundert unterhielten Tieler Kaufleute enge Geschäftskontakte zu Kaufleuten aus England und Deutschland. Nachdem allerdings das Zollrecht von Tiel auf die Stadt Kaiserswerth bei Duisburg übergegangen war, verlor Tiel an Einfluss, obwohl sich die Stadt auch im 14. Jahrhundert noch einen Namen als Hansestadt machte.

Geldern
In den Streitigkeiten zwischen Brabant und Geldern ging es oft um die Stadt Tiel. 1334 eroberte Graf Rainald II. von Geldern die Stadt von den Brabantern. 1339 wurde Tiel dann definitiv Geldern zugeschlagen – im Tausch gegen Heusden. Das Verhältnis zu Brabant verbesserte sich erheblich, als Graf Rainald III., der Sohn Rainalds II., Maria von Brabant, die Tochter von Herzog Johann von Brabant, heiratete. Einige Zeit später geriet Rainald III. jedoch mit seinem jüngeren Bruder Eduard in Konflikt über die Erbfolge. Der Streit gipfelte 1361 in einer Schlacht bei Tiel, in der Rainald in Gefangenschaft geriet. Er wurde auf der Burg Nijenbeek gefangen gehalten.

Wassertor
Im 16. und 17. Jahrhundert wuchs die Stadt weiter, es entstanden Festungsanlagen und eine Vorstadt. Heute pflegt Tiel seine denkmalgeschützten Gebäude, beispielweise die Martinskirche, das Amtshaus, das Amtsgericht und vor allem das Stadttor „Waterpoort“. Letzteres ist der alte Zugang zum Hafen, der jahrhundertelang für den Handel so wichtig war. Durch Versandung ist das Wasser inzwischen verschwunden, aber eines hat sich nicht geändert: In der Nähe des Tores gibt es noch immer zahlreiche Kneipen.

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M 52 Tiel 25052013
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