Vorden – Wildenborch
M81
Vorden
1372

Vorden – Wildenborch

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Die Wildenborch war früher eine berüchtigte Raubritterburg der Herren von Wisch. Die Raubritter waren den Herzögen von Geldern ein Dorn im Auge. Später gelangte die Burg in den Besitz der Familie Staring, deren berühmtestes Mitglied der Dichter Antoni Staring war. Seine Nachfahren leben bis heute auf der Burg.

Raubritter
Die frühste Erwähnung der Burg Wildenborch datiert aus dem Jahre 1372, als Sweder Rodebaert von Wisch ihr Eigentümer war. Die Herren von Wisch besaßen auch die Burg Wisch in Terborg. Sie hatten sich einen zweifelhaften Ruf als Raubritter erworben. 1490 war das Maß voll: Die Bürger von Deventer belagerten Burg Wildenborch, während die Bürger von Zutphen Burg Wisch erstürmten. Aber all ihre Anstrengungen waren vergebens. Auch Herzog Karl von Geldern unternahm drei Versuche, die Burg zu erobern: Erst 1512 ergab sich Johan von Wisch.

Staring
Im 18. Jahrhundert war die Burg stark verfallen. In diesem Zustand kaufte sie 1781 Damiaan Hugo Staring (1736–1783). Staring hatte auf See als 15-jähriger Seekadett Schiffbruch erlitten und ein Jahr lang in Algerien als Sklave sein Dasein gefristet. Danach war er zum Kapitän zur See aufgestiegen und als „Equipagemeester“ für die Ausrüstung der VOC-Schiffe am Kap der guten Hoffnung verantwortlich. Mit dem Vermögen, das er in dieser Position erworben hatte, kaufte er Burg Wildenborch. Er ließ an den einzigen noch bewohnbaren Teil der Burg – das Torhaus – zwei Seitenflügel anbauen.

Dichter
Damiaans Sohn, Antoni Staring (1767–1840), ließ den umliegenden Sumpf größtenteils zuschütten und einen Laubwald anpflanzen. Antoni Staring modernisierte die Landwirtschaft und war Bürgermeister von Laren, wurde aber vor allem als Dichter berühmt. Sein Sohn Winand war der Begründer der Geologie und der Agrarwissenschaften in den Niederlanden seine Tochter Constancia ließ den berühmten Teepavillon „Staringkoepel“ bauen. Von den 600 Hektar des ursprünglichen Landguts sind noch etwa 300 Hektar übrig. Die Nachfahren von Staring wohnen bis heute in der ehemaligen Burg Wildenborch. Der Parkwald ist frei zugänglich, und an einigen Tagen im Jahr wird auch der Garten für Besucher geöffnet. 

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