Zutphen – ‘s-Gravenhof
M80
Zutphen
882

Zutphen – ‘s-Gravenhof

Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof

Der ‘s-Gravenhof-Platz in Zutphen ist eine der Keimzellen der Provinz Gelderland. Hier hat die weibliche Linie der Grafen von Geldern ihren Ursprung. An diesem Ort nämlich lag die Pfalz zu Zutphen, eine Art Palast aus Tuffstein. Es handelte sich wahrscheinlich um eine Königspfalz und damit um eines der wichtigsten Gebäude in den damaligen Niederlanden.

Ringwallburg
Dort, wo in Zutphen die Berkel in die IJssel mündet, entstand um das Jahr 300 eine fränkische Siedlung. Im Jahre 882 wurde diese Niederlassung von Wikingern geplündert. Um künftig für einen solchen Angriff gewappnet zu sein, baute man den kleinen Ort in Form einer Ringwallburg wieder auf, einer runden Festung mit einem Erdwall und einem tiefen Graben. Den Mittelpunkt bildete ein Platz mit einem großen Saalbau, dem späteren Grafenhof (’s-Gravenhof). Von diesem Hof aus herrschten die Grafen von Hamaland über ihre Grafschaft, die sich zu beiden Seiten der IJssel erstreckte.

Königspfalz
Im 11. Jahrhundert wurde der ehemals hölzerne Saalbau aus Tuffstein neu aufgebaut. Das Gebäude hatte eine Breite von 53 Metern und bot ein königliches Erscheinungsbild. Daher war es Zutphen, das als Alternative für den aufgelösten Königshof in Deventer und die 1047 zerstörte Nimweger Pfalz diente. Wenn auch nur für kurze Zeit: Bischof Burchard ließ um 1100 neben der Pfalz die St. Walburgiskirche bauen. Die Bischöfe überließen die Verwaltung der Siedlung und der Pfalz den Grafen von Zutphen.

Der ’s-Gravenhof-Platz
Schon bald nahmen die Grafen von Zutphen ihr Schicksal selbst in die Hand. Durch die Eheschließung von Gräfin Ermengard von Zutphen mit Gerhard III. von Geldern verschmolz die Grafschaft im 12. Jahrhundert endgültig mit der Grafschaft Geldern. Graf Otto I. verlieh der Stadt um 1195 die Stadtrechte. Die Stadt trat der Hanse bei und erlebte eine große Blütezeit. Um 1200 hielten sich die Grafen von Geldern noch regelmäßig in der Pfalz auf, bis sie ihren Hof in den Norden der Stadt verlegten. Nach und nach verfiel die Pfalz und wurde schließlich 1634 abgerissen. Heute trägt nur noch der Platz den Namen ’s-Gravenhof. Im Pflaster sind noch einige Konturen der einstigen Königspfalz zu erkennen. 

Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
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Zutphen – ‘s-Gravenhof
Zutphen – ‘s-Gravenhof
M 80 Zutphen 09112013
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