Arnhem – Landgut Warnsborn
B14
Arnhem
1428

Arnhem – Landgut Warnsborn

Arnhem – Landgut Warnsborn
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Arnhem – Landgut Warnsborn
Arnhem – Landgut Warnsborn

Das Landgut Warnsborn liegt im Nationalpark Veluwezoom, direkt außerhalb von Arnheim. Im 15. Jahrhundert wird es erstmals erwähnt. Es entwickelt sich zu einem stattlichen Sommerhaus mit Kapelle, Kutschenhaus, Park und Orangerie. Im Zweiten Weltkrieg ging das Landhaus in Flammen auf, wurde aber anschließend wiederaufgebaut und dient heutzutage als Hotel.

Grabhügel
Auf dem Landgut findet sich einer der größten Grabhügel Europas. Er wird „Meelworstenberg“ genannt, da die Archäologen 1947 dort ihre (Mehl-)Wurstmahlzeit – eine regionale Spezialität – einnahmen. Der Grabhügel wird auf die gleiche Zeit wie die Hünengräber in Drenthe (2700 v. Chr.) datiert. Aber es gibt noch viel ältere Fundstücke! In der Gegend wurde ein Schaber aus Feuerstein gefunden, mit dem man Tierhäute säuberte. Dieser steinerne Gegenstand ist etwa 70.000 Jahre alt und damit der bei Weitem älteste Gebrauchsgegenstand, der in den Niederlanden gefunden wurde.

Geschichte
Der Name Warnsborn taucht erstmals 1428 auf, als Herzog Arnold von Geldern das Heidegebiet in Erbpacht vergab. Später gelangte es in den Besitz mehrerer Klosterorden. Um 1650 wurden die Klostergüter im Norden von Arnheim an Privatpersonen verkauft, so fiel Warnsborn in die Hände des Arnheimer Bürgermeisters Everhard Everwijn. Die heutige Anlage des Landguts stammt aus dem 19. Jahrhundert, als Baron Röell van Haserswoude das Landhaus in neoklassizistischem Stil erbauen ließ. Die beheizbare Orangerie wurde gebaut, um exotische Pflanzen und Bäume wie beispielsweise Orangenbäumchen halten zu können.

Vom Landhaus zum Hotel
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Landhaus als Genesungs- und Erholungsstätte für deutsche Soldaten genutzt. Das Schicksal schlug zu, als während eines Festes ein Feuer ausbrach und das Gebäude gänzlich in Flammen aufging. Der amerikanische Marshallplan bot eine Lösung: Mithilfe finanzieller Unterstützung wurden 1950 ein neues Landhaus und zusätzlich ein Hotel gebaut – im gleichen Stil wie im 19. Jahrhundert. Das Landgut befindet sich seit 1991 in Privatbesitz, und ab 2000 wurden auch die Orangerie und die Gärten restauriert. Man kann auf dem Landgut durch Wälder und Heidefelder spazieren gehen, Rad fahren und reiten. 

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