Bemmel – Ijssellinie
K6
Haalderen
1950

Bemmel – Ijssellinie

Bemmel – Ijssellinie
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Bemmel – Ijssellinie
Bemmel – Ijssellinie

Am Ufer der Waal bei Bemmel sind noch Überreste der IJssellinie zu finden. Diese letzte niederländische „Wasserlinie“ sollte während des Kalten Krieges Schutz vor einem möglichen Angriff der Sowjetunion bieten. Der wichtigste Baustein der Anlage bei Bemmel war ein mobiler Damm, mit dem das Wasser der Waal aufgestaut und in die IJssel umgeleitet werde konnte.  

Geheim
Wenn die IJssellinie wirklich zum Einsatz gekommen wäre, hätte das schwerwiegende Folgen gehabt. Insgesamt hätten über 400.000 Einwohner evakuiert werden müssen. Der Gesamtschaden hätte Milliarden Euro betragen. Das Anlegen der IJssellinie erfolgte unter strengster Geheimhaltung – selbst Parlamentsabgeordnete wussten nichts davon, von den Anwohnern ganz zu schweigen. Auffällig ist, dass die Russen sehr wohl über das Projekt Bescheid wussten. Sie kannten sogar die Namen der Arbeiter, die an dem Bau beteiligt waren!

Objekt I
Die IJssellinie bestand aus drei Staudämmen („Objekten“) in den Flüssen Waal, Rhein und IJssel. Objekt I bei Bemmel war der größte Damm (230 m lang und 30 m breit) und bestand aus 26 schachtelförmigen Konstruktionen, sogenannten Senkkästen. Der Koloss wurde in einem speziellen Hafen für Senkkästen „geparkt“. Im Ernstfall wäre der Damm aus dem Hafen geschleppt, zwischen zwei Brückenköpfen in der Waal platziert und von speziell hierfür bereitstehenden Saugbaggern mit Sand gefüllt worden. Wären die Waal und der Rhein auf diese Weise gestaut worden, wäre eine Wasserfläche von 120 km Länge und 10 km Breite entstanden.

Verteidigungsdeich
Um den empfindlichen Damm zu schützen, wurden noch dutzende anderer Anlagen gebaut: Eine Netzsperre in der Waal sollte Torpedos abfangen, Bunker mit Luftabwehrgeschützen waren auf mögliche Flugzeuge gerichtet und zur Abwehr von Bodenangriffen standen alte Sherman-Panzer in sogenannten Betonkasematten bereit. Im Ooijpolder sind noch die Überreste von zwei Kommandoposten und einem Notfall-Krankenhaus zu finden. Am Nordufer der Waal befindet sich ein Überlaufdeich mit einer dicken Asphaltschicht, die den Deich bei einer Überflutung schützen sollte. Diesen „Verteidigungsdeich“ gibt es noch immer, genauso wie einige Bunker. Der Hafen für die Senkkästen wurde zugeschüttet. 

Bemmel – Ijssellinie
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