Meinerswijk – Ijssellinie
K7
Arnhem
1950

Meinerswijk – Ijssellinie

Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie
Meinerswijk – Ijssellinie

Der friedliche Polder Meinerswijk bei Arnheim barg im Kalten Krieg ein großes Geheimnis. Dort befanden sich zahlreiche Anlagen der IJssellinie, eines gigantischen Verteidigungsprojektes, das einen möglichen Angriff der sowjetischen Truppen aufhalten sollte. Die wichtigsten Überbleibsel in Meinerswijk sind die auffällige Stauwehrbrücke und einige sogenannte Panzerkasematten.  

IJssellinie
Die IJssellinie wird auch als letzte holländische Wasserlinie bezeichnet. Der als Wasserlinie bezeichnete Verteidigungsplan bestand aus der Überflutung eines weitläufigen Landstriches zwischen Nimwegen und dem IJsselmeer. Dafür mussten unter anderem Rhein und Waal gestaut werden. Der Staudamm im Rhein – Objekt II – befand sich zwischen Meinerswijk und dem Rosandepolder. In Meinerswijk wurden zahlreiche Anlagen errichtet, die den Staudamm schützen und das Wasser auf dem gewünschten Stand halten sollten. Auch auf der gegenüberliegenden Seite, im Rosandepolder, entstanden Dutzende Militäranlagen.

Stauwehrbrücke
Wenn die IJssellinie zum Einsatz gekommen und der Staudamm im Rhein geschlossen worden wäre, hätte das Wasser immer noch durch den niedriger gelegenen Polder Meinerswijk abfließen können. Deshalb wurde hier eine Stauwehrbrücke errichtet. Diese fungierte bei normalem Hochwasser als Zufahrtsbrücke, im Ernstfall aber konnten die schweren Schütze heruntergelassen werden. Auf diese Weise konnte der Wasserstand reguliert werden. Zum Glück ist der Ernstfall nie eingetreten. Die Stauwehrbrücke ist noch immer vorhanden und bildet einen markanten Erkennungspunkt im Polder.

Panzerkasematten
Zum Schutz der Stauanlage wurden in Arnheim 21 Panzerkasematten errichtet. Dafür nutzte man zunächst amerikanische Sherman-Panzer, die die Alliierten 1945 in den Niederlanden zurückgelassen hatten. Die Panzer hatten noch einige Jahre zu Übungszwecken gedient, wurden aber 1951 ausgemustert. Sie wurden daraufhin entkernt, und der Rumpf wurde in einen Betonsockel gegossen. Nur die Kuppel lugte noch oben heraus. Durch eine kleine Tür gelangten Soldaten nach innen und konnten das Geschütz bedienen. Auch ein Stromaggregat befand sich in jeder Kasematte. In Meinerswijk sind noch vier dieser Panzerkasematten vorhanden. 

Meinerswijk – Ijssellinie
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